Google Unternehmensprofil einrichten und optimieren
Kein anderes Werkzeug bringt Betrieben in der Region so viel Sichtbarkeit für so wenig Geld: nämlich gar keins. Hier steht, wie Sie das Profil einrichten und was danach den Unterschied macht.
Warum das Profil so wichtig ist
Wenn jemand in Daun oder Gerolstein nach einer Leistung sucht, zeigt Google über den normalen Treffern einen Kartenblock mit drei Einträgen: Name, Bewertung, Öffnungszeiten, Anruf-Knopf. Ein großer Teil der Suchenden kommt über diesen Block zum Betrieb, ohne je eine Website zu öffnen. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Menschen schlicht nicht. Die Eintrittskarte in diesen Block ist das Google Unternehmensprofil, früher als Google My Business bekannt, und es kostet nichts außer etwas Sorgfalt.
Einrichten in fünf Schritten
Erstens: Rufen Sie die Seite google.com/business auf und melden Sie sich mit einem Google-Konto an, das dauerhaft dem Betrieb gehört, nicht dem Privatkonto eines Mitarbeiters, der irgendwann geht. Zweitens: Suchen Sie nach Ihrem Betriebsnamen. Oft existiert bereits ein automatisch angelegter Eintrag, den Sie nur übernehmen müssen, ein neuer Doppeleintrag wäre schädlich. Drittens: Tragen Sie Name, Adresse und Telefonnummer exakt so ein, wie sie auf Ihrer Website stehen, bis hin zur Schreibweise. Diese Einheitlichkeit ist ein Vertrauenssignal für Google. Viertens: Wählen Sie die Kategorien, zuerst die Hauptkategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten trifft, dann sparsam Nebenkategorien. Fünftens: Bestätigen Sie den Eintrag. Google schickt dafür meist eine Postkarte mit Code an die Betriebsadresse oder bietet eine Video-Verifizierung an.
Was danach den Unterschied macht
Die Einrichtung ist die Pflicht, die Kür entscheidet über die Platzierung im Kartenblock. Drei Dinge wirken am stärksten. Zuerst die Vollständigkeit: Öffnungszeiten, Leistungen, eine Beschreibung mit Ihren wichtigsten Suchbegriffen und dem Einzugsgebiet, Fotos vom Betrieb, vom Team und von der Arbeit. Profile mit eigenen Fotos bekommen nachweislich mehr Anfragen als solche mit leerem Bilderrahmen.
Dann die Bewertungen, der wohl am meisten unterschätzte Faktor. Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv darum, am einfachsten mit einem direkten Bewertungslink per Nachricht oder einem kleinen Aufsteller mit Code im Laden. Und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die unfaire, die irgendwann kommt: sachlich, kurz, freundlich. Die Antwort lesen nämlich nicht die Bewerter, sondern Ihre künftigen Kunden.
Schließlich die Pflege: Geänderte Öffnungszeiten an Feiertagen, gelegentlich ein Beitrag mit Neuigkeiten, aktuelle Fotos. Ein Profil, das sichtbar lebt, wird bevorzugt behandelt. Eine Viertelstunde im Monat reicht dafür aus.
Die häufigsten Fehler aus der Praxis
In Website-Checks für Betriebe aus der Vulkaneifel sehen wir immer dieselben Probleme: Doppelte Einträge, die sich gegenseitig die Kraft nehmen. Eine Hauptkategorie, die zu allgemein gewählt ist. Abweichende Telefonnummern zwischen Profil, Website und Branchenverzeichnissen. Und verwaiste Profile, deren Zugangsdaten mit einem ehemaligen Mitarbeiter das Haus verlassen haben. All das lässt sich beheben, kostet aber Geduld, bei verlorenen Zugängen manchmal einige Wochen im Google-Support.
Was das Ganze kostet: nichts außer Zeit
Zum Schluss ein Wort zu den Anrufen und Mails, die viele Betriebe nach der Einrichtung bekommen: Dienstleister, die gegen monatliche Gebühr die „Verwaltung des Google-Eintrags“ anbieten oder mit angeblich auslaufenden Einträgen drohen. Das Unternehmensprofil selbst ist und bleibt kostenlos, Google nimmt dafür kein Geld, und nichts daran läuft ab. Was ein Dienstleister ehrlich anbieten kann, ist die einmalige Einrichtung und die laufende Pflege als Arbeitszeit, so wie wir es auch tun. Wer Ihnen dagegen Druck macht oder mit offiziell klingenden Schreiben arbeitet, will nur die Verunsicherung verkaufen. Solche Post darf getrost in den Papierkorb.
Profil und Website gehören zusammen
Das Unternehmensprofil ersetzt keine Website, es verweist auf sie. Google gleicht die Angaben ab, und Suchende klicken vom Profil weiter, um sich zu überzeugen. Ein starkes Profil mit schwacher Website verschenkt deshalb genau an der Stelle, an der aus Interesse eine Anfrage werden soll. Wie beides zusammenspielt, haben wir auf unserer SEO-Seite ausführlich beschrieben. Und wenn Sie beim Einrichten oder Aufräumen Hilfe möchten: Das übernehmen wir im Rahmen unserer Website-Pakete gleich mit.
Update vom 21. Juli 2026: Die KI-Suche macht das Unternehmensprofil noch wichtiger: Assistenten wie ChatGPT und Googles KI-Übersichten ziehen ihre Empfehlungen und Betriebsdaten bevorzugt aus gepflegten Profilen. Wer hier sauber dasteht, wird auch von Maschinen empfohlen. Wovon wir abraten: die Profilbeschreibung komplett von einer KI texten zu lassen. Die Ergebnisse klingen bei jedem Betrieb gleich, und Austauschbarkeit ist das Gegenteil von dem, was ein Profil leisten soll. KI als Entwurfshilfe ja, aber wissen, was den eigenen Betrieb unterscheidet, muss man selbst.
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